Hegering Gelsenkirchen-Alt  e.V.

 

 

 

   

Hubertusmesse St. Augustinus

 

 

dem Anlass entsprechend dekoriert

 

 

Hier zwei Fotos der Hubertusmesse in der Propsteikirche der Augustinusgemeinde in Gelsenkirchen am 03.November 2012, die von unserem Jagdhornbläsercorps mitgestaltet wurde. 

 

Hubertus

Am 3. November feiern die Jäger traditionell den Festtag ihres Schutzpatrons Sankt Hubertus.

Geboren um 655 n. Chr. als Sohn von Edelleuten war Hubertus ab dem Jahr 709 Bischof von Maastricht, später von Lüttich. Er starb im Jahre 727. Wegen seines Glaubenseifers und seiner Wundertaten wurde Hubertus im Jahre 744 heilig gesprochen.

Die Hubertus-Legende entstand vermutlich im 14. Jahrhundert. Ihr zufolge war Hubertus zunächst verheiratet. Seine Frau starb bei der Geburt eines Sohnes. In seiner ganzen Verzweiflung suchte Hubertus Ablenkung bei der Jagd. Gottes Gebote missachtend jagte er sogar an einem Feiertag. Dabei erschien ihm ein Hirsch mit strahlendem Kreuz im Geweih. Dieses heutzutage allgemein bekannte Zeichen soll Hubertus letztendlich zum Christentum bekehrt haben.

Die Hubertus-Legende mahnt die Jäger, das ihnen anvertraute Wild als Teil der Schöpfung zu betrachten. Diese Grundhaltung der Jäger ist eng verknüpft mit dem Begriff der Waidgerechtigkeit. Darunter verstand man ursprünglich die handwerklich fachgerecht ausgeübte Jagd.

Heute umschließt die Waidgerechtigkeit drei Aspekte: Der Tierschutzaspekt betrifft die Einstellung des Jägers, dem Tier vermeidbare Schmerzen zu ersparen. Der Umweltaspekt fordert vom Jäger die Einbeziehung der gesamten Umwelt in sein Denken und Handeln. Der mitmenschliche Aspekt betrifft das anständige Verhalten gegenüber anderen Jägern und der nichtjagenden Bevölkerung.

Für die Jäger ist die Waidgerechtigkeit oberstes Gebot, das auch im Jagdgesetz seinen Niederschlag findet. Wer dagegen verstößt, hat den Sinn der Jagd nicht verstanden und muss mit strengen Strafen rechnen. Das kann bis zum Entzug des Jagdscheines führen.